Platz 3 bei Rallye Zorn für Richter/Hasenkamp


Fahrzeug: Peugeot 208 R2
Mielen, 20.-21. März 2026, Fahrzeug: Peugeot 208 R2

Die Rallye Zorn 2026 bot zum Auftakt der NAVC‑Meisterschaft alles, was Rallyefans und -fahrer lieben: bestes Frühlingswetter, volle Zuschauerzonen und eine abwechslungsreiche Mischung aus Feldwegen, Landstraßen und Schotterpassagen. Zwei Wertungsprüfungen waren jeweils dreimal zu absolvieren und bildeten den Rahmen für einen intensiven und stellenweise turbulenten Saisonstart für das Team Richter/Hasenkamp auf dem Peugeot 208 R2.

 

Der Einstieg auf WP 1 wurde durch eine falsche Reifenwahl gleich mit vier Verbremsern und einem kurzen Abkommen von der Strecke bestraft. Zusätzlich machte sich ein gemeinsamer Fehler im Recce bemerkbar: Rund 1,5 bis 2 Kilometer mussten ohne Pacenotes und ausschließlich auf Sicht gefahren werden, was gerade auf den schnellen Passagen einen erheblichen Nachteil darstellt. An einer Schikane wurde zudem der Außenspiegel abgefahren und das Team kassierte in Folge dessen auch noch eine 10-Sekunden-Strafe durch Verschieben des Hindernisses - P17 im Gesamt und P3 in der Klasse nach WP 1.

 

Mit der richtigen Reifenwahl lief die zweite Prüfung deutlich besser. Allerdings wurden Richter/Hasenkamp etwa einen Kilometer lang von einem erheblich langsameren Teilnehmer aufgehalten, was wertvolle Sekunden kostete. Dennoch zeigte die Tendenz klar nach oben.

 

Auf WP 3 lief erstmal alles problemlos: saubere Pacenotes, freie Strecke, gutes Tempo. Das Ergebnis nach WP 4: Platz 4 im Gesamtklassement, 7 Sekunden VOR dem späteren Gesamtsieger – ein starkes Lebenszeichen nach dem schwierigen Start.

Der Nachmittag brachte noch mehr Zuschauer, noch mehr Staub – und leider auch noch mehr Verkehr auf die Wertungsprüfungen.

 

Auf einem engen Feldweg auf WP 4 wurde das Team erneut aufgehalten und auch nach dem Überholen blieb die Sicht schlecht. Der letzte Kilometer musste im dichten Staub eines weiteren Vorausfahrenden absolviert werden. Trotzdem konnte überraschenderweise Gesamtplatz 4 nach WP4 gehalten werden, was das Team nochmals für die beiden letzten WPs motivierte.

 

Die fünfte Prüfung wurde allerdings nochmals zur Geduldsprobe. Gleich zweimal lief das Team auf langsamere Teilnehmer auf: Zunächst auf einem Schotterstück – wieder ohne Sicht - dann im Rundkurs, wo man bis zur Rundenausfahrt im Verkehr festhing. Und gegen Ende der WP - erneut exakt an derselben Stelle wie zuvor - erfolgte der letzte Kilometer wieder im Blindflug. Trotz all dieser Hindernisse behaupteten Richter/Hasenkamp Gesamtplatz 3, führten ihre Klasse und auch die Gruppe (verbesserte Fahrzeuge ohne Allrad) nun souverän an.

 

Auf der letzten WP riskierte das Team dann nichts mehr und rollte kontrolliert durch. Dies wurde mit einer vierten Gesamtbestzeit, dem dritten Rang im Gesamtklassement und dem Klassen- und Gruppensieg belohnt!