
Die erste Runde auf dem Nürburgring absolvierte Claus-Peter Wehner im Jahr 1966 mit einem VW-Käfer mit 1200ccm und 24 PS. Sechzig Jahre später waren es dann schließlich 510 PS, die ihm beim freien Fahren des DSK mit einem Porsche GT3 992 für fünf Runden zur Verfügung standen.
Über die Jahre ist CP Wehner mit diversen Fahrzeugen weit mehr als 1.000 Runden auf den verschiedenen Streckenvarianten des Nürburgrings inkl. der Nordschleife unterwegs gewesen. Diese bestritt er im Rahmen von unzähligen Track-Days oder z.B. im Rahmenprogramm des Oldtimer Grand Prix mit den Slowly Sideways. Als eines der Highlights zählt für ihn der zweite Platz im TOYOTA-RENNPOKAL innerhalb der Nürburgring Langstrecken-Serie gemeinsam mit seinem Bruder Rainer Wehner im Jahr 1985.

Der Sprung vom Kart direkt in einen GT4-Boliden ist selten, mutig und mit großem Aufwand verbunden – für unser Mitglied Jacob Trost (19) aus Wiesbaden war die neue Rennserie „GTC European Endurance Challenge“ in Vallelunga die erste große Bewährungsprobe nach monatelanger Vorbereitung im Simulator, gezieltem Fitnesstraining und mentaler Arbeit. Einziges Manko: Jacob konnte zuvor keine Testkilometer im Auto sammeln.
Trotz fehlender Praxis fand er aber sofort einen Zugang zum Porsche Cayman GT4 RS Clubsport, der von WimmerWerk Motorsport eingesetzt wird. Im Qualifying setzte er ein deutliches Ausrufezeichen mit einer persönlichen Bestzeit von 1:40.9, nur wenige Zehntelsekunden hinter den schnellsten GT-Runden des Wochenendes.
Durch eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug in Rennen 1 und einen damit einhergehenden zusätzlichen Boxenstopp des Porsches musste sein Teamkollege Hans-Peter Eder leider das Fahrerfeld über mehrere Runden an sich vorbeiziehen lassen. Als Jacob schließlich ins Auto stieg, fuhr er mit konstanter, schneller Pace, kämpfte sich im dichten Verkehr aus GT- und TCR-Fahrzeugen nach vorn und zeigte mehrere überzeugende Überholmanöver. Sportlich war sein Stint eines der stärksten Elemente des Wochenendes, das Gesamtergebnis wurde jedoch durch den frühen Zeitverlust verfälscht.
Im zweiten Rennen konnte Jacob, der unter anderem von BAUHAUS Deutschland und PSG Logistik unterstützt wird, bereits in der Startphase mehrere Positionen gutmachen. Im Rennen fuhr er konstante Rundenzeiten auf Augenhöhe mit der Konkurrenz und übergab das Auto nach seinem Einsatz auf Position 3 innerhalb der GT-Gruppe. Sein Teamkollege Hans-Peter Eder brachte das Fahrzeug dann schließlich auf Position 4 in der GT-Klasse und auf Gesamtplatz neun ins Ziel.
Jacob fasst das Wochenende nüchtern und fokussiert zusammen: „Ich bin stolz auf das, was ich in so kurzer Zeit zeigen konnte. Das Auto fühlt sich gut an, und ich wusste schnell, wo das Limit liegt. Dass ich ohne vorheriges Training im Fahrzeug und auf der Strecke das erste Mal an einem Rennwochenende das Fahrzeug bewege, kostete viel Mut – aber irgendwas sagte mir, dass es möglich ist.“
Das Ziel für da nächste Rennen auf dem Slovakiaring ist klar: Ein Platz auf dem Podium.

Wie in den letzten Jahren auch, war der Termin für die 47. Critérium Jurassien fest im Terminkalender von CP Wehner eingeplant. Die Rallye zählt unter anderem zur Schweizer Rallye-Meisterschaft. Im Rahmenprogramm starteten auch wieder zahlreiche Slowly Sideways, bei deren Teilnahme es sich ausschließlich um Demonstrationsfahrten handelt. Alle Rallyefahrzeuge müssen dafür „bedeutende internationale Geschichte“ geschrieben haben. CP Wehner fuhr die acht Wertungsprüfungen über 134 km mit neuer Beifahrerin in seinem BMW 635 CSI, der dem Vorbild mit dem Team Capdevilla/Cortecero folgt. 1985 fuhren das historische Team bei der Rallye El Corte Ingelese und belegte damals den achten Gesamtrang.

Die Rallye Zorn 2026 bot zum Auftakt der NAVC‑Meisterschaft alles, was Rallyefans und -fahrer lieben: bestes Frühlingswetter, volle Zuschauerzonen und eine abwechslungsreiche Mischung aus Feldwegen, Landstraßen und Schotterpassagen. Zwei Wertungsprüfungen waren jeweils dreimal zu absolvieren und bildeten den Rahmen für einen intensiven und stellenweise turbulenten Saisonstart für das Team Richter/Hasenkamp auf dem Peugeot 208 R2.
Der Einstieg auf WP 1 wurde durch eine falsche Reifenwahl gleich mit vier Verbremsern und einem kurzen Abkommen von der Strecke bestraft. Zusätzlich machte sich ein gemeinsamer Fehler im Recce bemerkbar: Rund 1,5 bis 2 Kilometer mussten ohne Pacenotes und ausschließlich auf Sicht gefahren werden, was gerade auf den schnellen Passagen einen erheblichen Nachteil darstellt. An einer Schikane wurde zudem der Außenspiegel abgefahren und das Team kassierte in Folge dessen auch noch eine 10-Sekunden-Strafe durch Verschieben des Hindernisses - P17 im Gesamt und P3 in der Klasse nach WP 1.
Mit der richtigen Reifenwahl lief die zweite Prüfung deutlich besser. Allerdings wurden Richter/Hasenkamp etwa einen Kilometer lang von einem erheblich langsameren Teilnehmer aufgehalten, was wertvolle Sekunden kostete. Dennoch zeigte die Tendenz klar nach oben.
Auf WP 3 lief erstmal alles problemlos: saubere Pacenotes, freie Strecke, gutes Tempo. Das Ergebnis nach WP 4: Platz 4 im Gesamtklassement, 7 Sekunden VOR dem späteren Gesamtsieger – ein starkes Lebenszeichen nach dem schwierigen Start.
Der Nachmittag brachte noch mehr Zuschauer, noch mehr Staub – und leider auch noch mehr Verkehr auf die Wertungsprüfungen.
Auf einem engen Feldweg auf WP 4 wurde das Team erneut aufgehalten und auch nach dem Überholen blieb die Sicht schlecht. Der letzte Kilometer musste im dichten Staub eines weiteren Vorausfahrenden absolviert werden. Trotzdem konnte überraschenderweise Gesamtplatz 4 nach WP4 gehalten werden, was das Team nochmals für die beiden letzten WPs motivierte.
Die fünfte Prüfung wurde allerdings nochmals zur Geduldsprobe. Gleich zweimal lief das Team auf langsamere Teilnehmer auf: Zunächst auf einem Schotterstück – wieder ohne Sicht - dann im Rundkurs, wo man bis zur Rundenausfahrt im Verkehr festhing. Und gegen Ende der WP - erneut exakt an derselben Stelle wie zuvor - erfolgte der letzte Kilometer wieder im Blindflug. Trotz all dieser Hindernisse behaupteten Richter/Hasenkamp Gesamtplatz 3, führten ihre Klasse und auch die Gruppe (verbesserte Fahrzeuge ohne Allrad) nun souverän an.
Auf der letzten WP riskierte das Team dann nichts mehr und rollte kontrolliert durch. Dies wurde mit einer vierten Gesamtbestzeit, dem dritten Rang im Gesamtklassement und dem Klassen- und Gruppensieg belohnt!