Scuderia mit vier Fahrern beim Saisonauftakt der RSM vertreten


Nürburgring, 21. Juni 2021

 

Zum Saisonauftakt der Deutschen Amateur-Rundstreckenmeisterschaft des NAVC lud der MSC Westpfalz auf die GP-Strecke des Nürburgrings. Gleich vier Scuderianer nahmen diese Möglichkeit wahr: Kurt Jüttner im VW Polo, Christopher Müller und Sascha Derr als Team auf dem Ford Focus, sowie Perry Müller auf einem VW Polo Cup.

 

Für Perry war es die erste Teilnahme an einem Rundstreckenrennen. Er fand sich schnell im Auto zurecht und auch die im Freien Training noch leicht feuchte Strecke konnte ihm keine Angst einjagen. Im Qualifying auf nunmehr trockener Strecke konnte Perry sich mit dem 19. Startplatz in der Mitte des mit 35 Fahrzeugen gut besetzten Starterfelds einsortieren. Der Nürburgring hatte jedoch nur wenig Mitleid mit dem Rookie und sprühte die Strecke pünktlich während der Einführungsrunde zum fliegenden Start des ersten Rennlaufs mit Nieselregen ein. Unbeeindruckt fuhr Perry, der wie alle anderen Teilnehmer auf Slicks unterwegs war, ein starkes Rennen. Sich vor ihm drehende Teilnehmer umschiffte er souverän und nahm den Positionsgewinn dankend an. Er beendete den ersten Lauf als 14. (9. in seiner Fahrzeugklasse) – eine hervorragende Leistung für das allererste mal. Im zweiten Lauf lernte er dann gleich die Kehrseite des Motorsports kennen. Sein Fahrzeug ging durch einen defekten Stecker immer wieder einfach aus, wodurch er erst nach hinten durchgereicht wurde und dann in die Box abbiegen musste. Aufgrund des Ausfalles startete Perry im dritten Durchgang von Platz 29 ins Rennen. Er fuhr mit dem nun wieder tadellos laufenden Auto und einer extrem starken fahrerischen Leistung auf den 13. Platz vor. In der Tageswertung addierten sich die drei Ergebnisse zu Gesamtrang 11 in der mit 15 Startern gut gefüllten Klasse 2. Ein super Ergebnis für das erste Rundstreckenrennen seiner Karriere, dem hoffentlich noch viele weitere folgen werden.

 

Nach einer fahrzeugtechnisch durchwachsenen Saison 2020 stand für den Scuderia-Veteranen Kurt nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern in erster Linie der erfolgreiche Test der gefundenen Lösungen. Rennen 1 nahm Kurt aus der vorletzten Startreihe in Angriff. Mit jahrzehntelanger Rallyerfahrung an Bord ist der Nieselregen nur noch halb so rutschig. Und so beendete er das Rennen auf Platz 27 (5. in seiner Fahrzeugklasse). Rennen 2 fiel einer kleinen, aber zeitaufwändigen Reparatur zum Opfer, so dass er Rennen 3 als Letzter aufnehmen musste. Er konnte einige Positionen gewinnen und beendete den Lauf als 23. (3. in der Klasse). Am Ende stand Gesamtrang 5 in der mit 8 Startern gut besetzten Klasse 7.

 

Christopher Müller, der sonst auf seinem Ford Escort fährt, bildet für dieses Jahr mit Sascha Derr auf dessen Ford Focus ein Team. Bei den beiden ging es um jeden Platz in Klasse 2. Sascha qualifizierte das Auto auf Position 20 und ging von dort aus in das erste Rennen. Er balancierte das Auto virtuos über die größtenteils schmierig-feuchte Strecke und kam mit dieser hervorragenden und fehlerfreien Leistung auf Platz 10 (6. in der Klasse) ins Ziel. Christopher übernahm das Steuer zum zweiten Rennen, hatte jedoch in der zweiten Rennhälfte mit deutlich abbauenden Reifen zu kämpfen, die für massives Untersteuern sorgten. Er konnte den 12. Platz (7. In der Klasse) ins Ziel retten. Im dritten Lauf saß wieder Sascha hinter dem Steuer. Bei ihm stand jetzt wieder alles auf Angriff und so konnte er auch direkt nach dem Start bis zur ersten Kurve einige Plätze gut machen. In der zweiten Rennhälfte hatte er jedoch ebenfalls mit den stark abbauenden Reifen zu kämpfen, so dass der Platz auf der Strecke hart verteidigt werden musste. Am Ende kam er als 11. (7. in der Klasse) ins Ziel. In der Gesamtwertung das Team auf einen guten 6. Platz in ihrer Klasse. Beim nächsten Lauf werden die beiden wieder angreifen und sehen was nach vorne geht, wenn die Reifen durchhalten.